Reisevortrag: Presse, Gewinner der Freikarten

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern.

Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn ich alle anderen auch begrüßen könnte und empfehle die Reservierung von Eintrittskarten:

Kinowelt Central-Lichtspiele Herzberg, Hauptstraße 42a, 05521/1012

…. zum Kinowelt – Reisevortrag


Das Auslosungsverfahren:

1. Jedem Teilnehmer wurde ein fortlaufende Nummer zugeordnet.

2. Kerstin hat anschließend mit einem elektronischen Zufallszahlengenerator die Gewinner ermittelt.



Presse

Harzkurier

LauterNeues

Eseltreiber

Verlosung Eintrittskarten: Reisevortrag 15./20. Januar

Kinowelt Central-Lichtspiele Herzberg, Hauptstraße 42a, 05521/1012

…. zum Kinowelt – Reisevortrag


Verlosung von 10 Eintrittskarten:

Einfach Name und Wunschtermin im Kommentar zu diesem Blog eintragen.

(!!! Anmeldung ist dafür nicht erforderlich!!!)

Die Auslosung erfolgt am 5. Januar.

Die Verlosung ist abgeschlossen. Gewinner siehe nächsten Blog


Ich freue mich auf Euren Besuch.

Aus dem offiziellen Kino-Flyer:

EM15 Blitz und Donner? Ab ins Kloster!

Thüringen: Heldrungen > Unstrutradweg bis Sömmerda > Stotternheim > Erfurt. 16°, bedeckt, Regen nach Ankunft.

Dem Unstrutradweg folge ich bereits seit gestern von Artern aus.

Heute habe ich wg. der Wettervorhersage bereits ab 06.00 Uhr mein Nachtlager abgebrochen.

Die Kanustrecke bei Sömmerda leidet auch unter Wasserknappheit. Wenige Kilometer weiter habe ich die Unstrut in Richtung der Thüringischen Landeshauptstadt Erfurt verlassen.

Auf der ersten Anhöhe hatte ich einen guten Blick zurück auf die ‚Thüringer Pforte‚, welche ich gestern passiert habe. Schwach ist auch noch die Spitze einer der gewaltigen, landschaftsprägenden Abraumpyramiden zu sehen.

Luther hat 1505 sein erstes Studium mit der Promotion zum ‚Magister der freien Künste’abgeschlossen und im Anschluss, dem Wunsch seines Vaters folgend, mit dem Studium der Rechtswissenschaft begonnen.

Auf dem Rückweg nach einem Besuch seiner Eltern in Mansfeld, zu Fuß, wie das damals üblich war, ist an dieser Stelle bei Stotternheim der Blitz neben dem 21jährigen eingeschlagen.

Vierzehn Tage später ist er ins Kloster eingetreten. Sein Vater ‚was not very amused‘.

Es gibt Stimmen, die meinen, Martin Luther hätte dies als Rechtfertigung gegenüber seinem Vater für einen Schritt, den er schon länger vorhatte, genutzt.

So stehe auch ich 513 Jahre später vor dem selben Benediktinerkloster (GoogleMaps) und erbitte Einlass.

Die Taschen sind schon ..

… in meinem Zimmer, von dem ich einen direkten Blick auf…

… Luthers Kammerfenster habe.

Der Kreuzgang ist auch heute noch ein Ort der Stille und Besinnung.

Kurz vorm Abendgebet um 18.00 Uhr.

So hat es auch Luther schon gesehen. Die Glasmalereien der Chorfenster stammen aus der Zeit zwischen 1300 und 1320.

Mit dem Eintritt ins Kloster endet dieser Reiseblog.

Gut, dass ihr bei meiner ‚Deutschland-Entdecker-Tour 2018‘ dabei wart. Danke!

Euer

ludwigontour

EM14 Vom Luder zum Luther

Seeburg > Lutherstadt Eisleben > Lutherstadt Mansfeld > Artern. 20°, sonnig

Meinen Tag habe ich mit einem Bad im Süßen See begonnen. Beim Brötchenwagen habe ich mich nicht in die Schlange eingereiht; mir reichten meine Haferflocken.

Lutherstadt Eisleben war nach 10 km schon in Sicht.

Der Reformator Martin Luther wurde hier geboren, damals noch als Luder, und ist hier während der Erfüllung einer Schlichtungsbitte der Grafen zu Mansfeld auch verstorben.

Der Marktplatz mit dem prägenden Lutherdenkmal.

Auf dieser Kanzel hat er seine letzte Predigt gehalten. Die St. Andreaskirche ist noch weitgehend im Originalzustand erhalten.

In diesem Gebäude hat er seine letzten Verhandlungen geführt. Das Sterbehaus ist einem Brand im 17. Jahrhundert zum Opfer gefallen.


Auf dem Weg nach Mansfeld:

In Benndorf steht eine Lok der ältesten noch betriebenen Schmalspurbahn unter Dampf.


Am Wegesrand ein Sitzkreuz.

Es lädt zum Verweilen und Nachdenken ein:

An der Impfotafel erfahre ich auch, dass ich gerade im ‚UNESCO Global Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen‘ unterwegs bin.

Eine Allee aus Zwetschenbäumen. Schon seit Tagen brauche ich kein Obst zu kaufen: reife Zwetschen und Äpfel gibt es reichlich am Wegesrand. Mundraub!

Das Schloss der Grafen zu Mansfeld thront über dem gleichnamigen Ort.

In diesem Haus hat Martin Luther seine Kindheit verbracht. In dem modernen Museum gegenüber erfährt man, dass der Gebäudekomplex größer war. Sein Vater hatte es als Bergwerksunternehmer zu etwas Wohlstand gebracht .

Von Mansfeld begebe ich mich nach Luthers Studienort Leipzig. Auf ähnlicher Strecke wird er auch unterwegs gewesen sein. Vermutlich zu Fuß, das Fahrrad war noch nicht erfunden.

Er hat zunächst Jura studiert, bis Blitz und Donner ihn davon abgebracht haben. Mehr dazu morgen.

Bergbaurelikt im Mansfelder Land. Die Pyramiden von Gizeh sind dagegen Winzlinge und hier gibt es auch noch viel mehr davon.

Das Kyffhäuserdenkmal grüßt aus der Ferne.

In Naturschwimmbad in Heldrungen (GoogleMaps) habe ich einen ruhigen Platz für die Nacht gefunden.

EM13 Was uns voranbringt

Bitterfeld, Sachsen > Sachsen-Anhalt: Halle(Saale) > Seeburg. 13° bis 21°,sonnig.

Der Bitterfelder Bogen steht seit 2006 auf einer renaturierten, riesigen Abraumhalde. Die Konstruktion ist u.a. der Bewegung einer Baggerschaufel im Tagebau nachempfunden.

Der barrierfreie Laufsteg ist 540m lang und führt mich 28 m weit nach oben. 525 t Stahl wurden dafür eingesetzt. Beim Hochgehen ist mir der Gedanke gekommen, ob das Geld aus der EU-Kofinanzierung sinnvoll eingesetzt wurde.

Hin wie her: Das Bauwerk ehrt den Meister und…

…die Rundumssicht ist fantastisch

Von Bitterfeld nach Halle gibt es keine Radroute. So musste ich die halbe Strecke der stark befahrenen B100 folgen. Gut, dass es einen Fahrradschutzstreifen gibt.

Danach ging es durch Feld und Flur. Alles topfeben. Das Ur-Nordmeer und die Saale-Eiszeit haben ganze Arbeit geleistet.

Die Firma PEMA mit Hauptsitz in Herberg am Harz hat hier eine Niederlassung. Sie verleast europaweit LKW.

Diese Riesenbrücke in Halle führt nicht über die Saale, sondern über…

…36 Richtungsgleise. In Halle ist eines der modernsten Zugbindungsanlagen Europas entstanden.

Hier ist ein wichtiger Knotenpunkt des Güterverkehrs nach Ost- und Südeuropa. 110 Mitarbeiter beschäftigt DB-Netze hier. Halle wurde auch durch die IC-Strecke Berlin – München enorm aufgewertet; Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr.8.

Der Marktplatz Halle. Der Rote Turm rechts hat seinen Namen vom früheren Blutgericht an seinem Fuß.

Ab der Saalebrücke konnte ich…

… dem Saale-Harz-Radweg folgen.

Die Straußenwirtschaft kündigt…

… die ersten Weinberge des Saale-Unstrut-Anbaugebietes an.

Am Süßen See übernachte ich. Vorher gab es natürlich wieder ein erfrischendes Bad.

GoogleMaps: Seeburg, Sachsen-Anhalt

Morgen werde ich Luther ganz nah sein.

EM12 Groß, größer, Tagebau

Sachsen: Markkleeberger See > Entlang Pleiße und Elster durch Leipzig > Delitzsch > Großer Goitzschesee, Bitterfeld. 17°, den ganzen Tag in Regenkleidung.

Dieses Monstrum im Bergbautechnikpark Großpösna wollte ich mir mal aus der Nähe anschauen. Deswegen meine Planänderung. Vom Regen habe ich mich nicht abhalten lassen.

Bis Anfang der 90er wurde im Tagebau um Leipzig Braunkohle abgebaut. 10.000 Arbeitsplätze gingen danach verloren.

Fünf Arbeiter haben diesen Schaufelbagger bedient. Das Stromkabel zur Energieversorgung musste 7 cm dick sein; Spannung 6.000 Volt .

Die gewaltigen Ausmaße werden erst so richtig deutlich,…

…wenn man sieht, wie ich in den Ketten förmlich verschwinde.

Mein heutige Tagesetappe. Ich hatte mir vorgenommen, Leipzig im Grünen zu passieren. Es hat geklappt.

Das Fahrgastschiff auf dem Markkleeberger See habe ich nur knapp verpasst.

So grün ist es im ‚Grünen Gürtel‘ Leipzigs. Wer gerne auf guten Wegen bequem Fahrrad fährt, findet in und um Leipzig bestimmt ein passende Strecke. Besonders das Neuseengebiet mit seinen vielen gefluteten und renaturierten ehemaligen Braunkohlegruben und einer vorbildlich entwickelten Infrastruktur lädt dazu ein.

Die Leipziger Pferderennbahn am Clara-Zetkin-Park. I.M.KH

Am Zusammenfluss von Pleiße und Weißer Elster. Wenig später habe ich Leipzig in Richtung Norden verlassen.

In diesem Haus in Delitzsch hat der Jurist Herman Schulze (bekannt als Schulze-Delitzsch) die erste gewerbliche Genossenschaft ins Leben gerufen. Die Volksbanken gründen sich auf ihn.

Das Barockschloss in Delitzsch.

Die Tagebauseen reihen sich wie Perlen auf einer Schnur auch nördlich von Leipzig.

Der Große Goitschesee bei Bitterfeld. Auch ein ehemaliger Tagebau, wie alle Seen rings herum.

Die lange Uferpromenade und der Stil der Neubauten am See muten schon fast mediterran an.

Ganz in der Nähe habe ich mein Zelt aufgeschlagen.

GoogleMaps: Bitterfeld


Die nächsten Tage setze ich meine Reise mit dem Ziel fort, die mir noch fehlenden wichtigen Lebensstationen des Reformators Martin Luther zu besuchen.

EM11 Auf und davon

Sachsen, Mulderadweg: Colditz > Grimma, weiter?. 31° sonnig

Um 8.00 startet ein vierzigköpfige Radfahrergruppe aus Wendelstein bei Nürnberg. Sie sind auf dem Weg zu ihrer polnischen Partnerstadt Zukowa bei Danzig. Innerhalb von 12 Tagen wollen sie die 1.300 km zurückgelegt haben. Heute sind es 134 km.

Ich besuche zunächst ab 12.00 Uhr das Fluchtmuseum im Schloss Coldiz.

Wikipedia

300 Fluchtversuche hat es gegeben, davon 31 erfolgreiche. Der Einfaltsreichtum und die Kreativität der inhaftierten Offiziere kannte keine Grenzen.

Zur Schulung der Wachmannschaft hat die Wehrmacht alles mit Fotos dokumentiert und die Asservate gesichert. Das alles ist noch vorhanden und wurde zu einer beeindruckenden Ausstellung zusammengestellt.

Ein 44 m langer Fluchttunnel wurde durch Felsen, Mauerwerk und unter dem Boden der Schlosskirche entlang getrieben.

Auch ein Flugzeug wurde konstruiert.

Wipedia: Colditz Glider YouTube

Bei Sermuth vermählen sich die Zwickauer- und die Freiberger Mulde zur Vereinten Mulde.

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Nimbschen.

Katharina von Bora, die spätere Frau Martin Luthers, floh 1522 von hier mit 11 weiteren Nonnen nach Wittenberg.

Friedlich fließt die Mulde bei Grimma. Bestimmt habt ihr noch die Bilder der zerstörerischen Fluten von 2013 im Gedächtnis.

Das Wasser stand bis zur Oberkante der ersten Fensterreihe des Rathauses.

Am Marktplatz in Grimma verlasse ich den Mulderadweg. Gestern Abend hatte ich noch spontan umgeplant.

Am Ziel habe ich mich erst einmal in das kühle Nass gestürzt. Das war bei 31° soooo angenehm.

Alternativ hätte ich auch eine spritzige Floßfahrt unternehmen können.

Eine gute Gelegenheit auch mal wieder meinen neuen Kocher einzusetzen: Butternudeln.

Schon erraten warum ich wo bin? Auflösung morgen.

Ein Harzer, auch mal zwei, auf Reisen mit dem Fahrrad

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