LA11 Immer entlang der Spree Richtung Berlin

Spreewald: Lübben > Beskow > Fürstenwalde > Hangelsberg. 6° bis 18°, Sonne.

Gut, dass ich zeitig gestartet bin. Es sollten noch 30 km mehr werden, als ich mir vorgenommen hatte.
Links hinter den Birken verläuft die Spree.
Auch mal ein See.
Auf ruhigen Nebenstraßen.
Meistens aber auf guten Radwegen. Flott konnte ich bei den guten Bedingungen unterwegs sein.
Die Ortsdurchfahrt von Beskow.
Die Schleuse Kersdorf der Spree – Oder – Wasserstraße. Eine gute Gelegenheit für eine Pause in der wärmenden Sonne. Frachtschiffe kamen leider nicht vorbei.
Aus der Infotafel geht hervor, dass die Stasi unter strengster Geheimhaltung in einem Forsthaus in der Nähe RAF-Austeiger umgeschult und mit neuer Identität ausgestattet hat.
Kteisstadt Fürstenwalde, …
… das Rathaus..
… der Dom.
Nachdem ich zweimal mein Ziel verschoben hatte, bin ich nach 115 km direkt an der Spree untergekommen.

Grünheide (Mark), Ortsteil Hangelsberg

https://maps.app.goo.gl/emogapG7B6xuAN5j9

Mit diesem Abendblick über die Spree und auf mein beleuchtetes Zelt endet meine Reise durch die Lausitz und den Spreewald. Es hat sich gelohnt.

Morgen werde ich noch bis zum Bahnhof in Erkner bei Berlin mit dem Fahrrad fahren, um dann noch ein verlängertes Wochenende mit Kerstin in Magdeburg verbringen zu können. Wir freuen uns schon auf unsere Unterkunft in ‚Hundertwassers Grüner Zidadelle‘ direkt am Domplatz.

Danke, dass ihr wieder mit Interesse dabei wart. Bleibt Gesund!

Euer Ludwig on tour

LA10 Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel

In den letzten beiden Tagen war ich von der JuHe Lübben aus auf dem Wasser unterwegs.

Mein Kajek liegt bereit.
Und los geht’s…
… auf der Spree..
…und seinen Kanälen.
Zahmwasser! Ein einfaches Paddelrevier mit kaum Bewegung im Wasser.
Wunderschön und ruhig. Auf diesem Abschnitt hat mich lange Zeit ein Eisvogel begleitet. Immer ein Stück voraus saß er in den Bäumen.
Schleusen sind immer ein besonderes Erlebnis. Handbedient.
Mit Lilli und Lukas aus Mannheim war ich am ersten Tag gemeinsam unterwegs. Danke für die gute Zeit mit Euch. An der Bootsnummer ist zu erkennen, dass sie auch in der JuHe Quartier gemacht haben.
Die Gasthäuser habe eigene Kanuanleger. Man bindet lang an.
Selbstverständlich wird nicht nur beim Gurkenpaule…
…diese Spreewälder Spezialität angeboten.
Beschilderung der Wasserwege.
Aufbewahrung von fangfrischem Lebendfisch. Dann wird der Holzkasten abgesenkt.
Heuraufen
Zurück an der JuHe.
Um 17.00 Uhr müssen alle Kanus wieder auf dem Trockenen liegen.

Morgen geht’s weiter 🚲. Spreeabwärts.

LA09 Im Land der Gurken

Spreewald: Gräbendorfer See > Vetschau > Lübbenau > Lübben. 32°

Der Eingang zur Slwawenburg Raddusch.
Sie wurde an der Originalfundstelle rekonstruiert.
Aus Eichenstämmen errichtet und mit Erde und Ton verfüllt.
Im Inneren ein neugestaltetes Museum: Eine Zeitreise durch 12.000 Jahre Siedlungsgeschichte.
Die Slawen kamen vor 1.300 Jahren im Rahmen der Völkerwanderung in die Region. Im 9. Jhd. entstand eine der dicht besiedeltesten Burgenlandschaften Europas. Mehr unter Wikipedia.
Dazu passend der Spielplatz.
Typische für den Osten! Immer auch was Aufwendiges für Kinder, didaktisch angepasst. Im Vordergrund ein Wippe.

Ich bin im Spreewald angekommen.
Eigentlich dachte ich, jetzt müsste ich auf die täglichen Aussichtspunkte wie in der Lausitz verzichten.
Mein Blick über Lübbenau. Hinter dem Grün blieb mir verborgen …
… der Hafen.
Hier wird mit dem Rudel (Stange) gestakt. Wassertiefe 1 m.
In der Hochsaison sind um die 100 Kähne unterwegs. Sehr beliebt sind auch die Adventsfahrten.
Was war das mal?
Ein Imbiss zwischendurch.

Spätestens jetzt ist auch die Lösung klar: ein Fass für die berühmten

Spreewälder Gurken.
Von den 1.500 Kanalkilomtern sind 400 schiffbar. Touren bis zu 9 h werden angeboten. Meine Standard-Touristenfahrt dauert 90 Minuten.
Post und Polizei kommen auf dem Wasserweg. Im Bild das Bootshaus der Post.
Die landwirtschaftlichen Gehöfte und…
…Wohnhäuser sind im Ort Lehde oft nur auf dem Wasserweg zu erreichen.

DJH Jugendherberge Lübben
https://maps.app.goo.gl/sG5DxptDQNqy5iE7A

Ich überlege noch, hier etwas länger zu bleiben.

LA08 Der liegende Eiffelturm der Lausitz.

Lausitz: Grünewalder Lauch > Lichterfeld, Besucherbergwerk F60 > Lausitzring bei Schipkau > Großräschen > Altdöberner See > Gräbendorfer See. 32°, brennende Sonne.

Mein erstes Tagesziel. Da oben möchte ich stehen, 75 m in luftiger Höhe.
2 Stunde später bin ich dort.
Infos: Wikipedia
Im aktiven Tagebau Welzow-Süd hatte ich dieses Meisterwerk DDR Ingenieurkunst im Einsatz erlebt. 502 m lang und damit 200 m länger, als der Eiffelturm hoch ist. Daher der touristische Name:

Liegender Eiffelturm der Lausitz.

Die größte bewegliche Maschine der Welt.

5 Exemplare wurden hier im Revier gebaut, 4 sind noch im Einsatz.

F60, Wikipedia
Ein sicherer Platz für meinen Gefährten.
760 Räder nehmen das Betriebsgewicht von 13.500 t auf. Die 380 Antriebsräder sorgen für eine Arbeitsgeschwindigkeit von 9m/ Min.
Zu Fuß über Teppen und Eisenrosten geht es durch das Ungentüm meinem Ziel entgegen.
Mächtige Förderbänder transportieren den Abraum…
…zu den beiden seitlichen Absetzern und …
… zu den weiteren drei Abwurfstellen nach vorne.
Bevor die F60 an seinen heutigen Platz gefahren wurde, stand sie unten im Tagebau, der heute im See verschwunden ist.

Der Lausitzring liegt hinterm Zaum.
Leider kein Zugang zur Rennstrecke.
Übernachtung am Gräbendorfer See. Natürlich wieder mit einem Bad zum Tagesabschluss.

Leider ohne Internet, deswegen kommt der Blog erst heute.
Jagdwurst gegrillt, Ketchup, Sauerkraut und mit Käse überbacken.

Heute Morgen vor dem Start. Mein erster Standup – Versuch.
Und weil es so viel Spaß macht, gleich 45 Minuten.
Der Spree entgegen.
Mittag am Marktplatz von Vetschau/Spreewald. Im Schatten schreibe ich diesen Blog.

LA07 Ein Castel in der Lausitz

Lausitz: Senftenberger See > Schwarzheide > Lauchhammer > Schwarze Elster > Plessa > Grünwalder Lauch. 26°, Sonne satt

Infobox (gestern Abend noch recherchiert)

Frontal 21 vom 25.08.2020: Wassernotstand in der Lausitz

ZDF 22.07.2020 Urlaub in der Lausitz

Kaum losgefahren, schon naht der nächste Aussichtsturm. Der Wievielte ist das eigentlich? Hoch mit Dir, Ludwig!
Da komme ich her.
In die Richtung geht’s weiter.
Heute komplett auf dem ‚Teufelsweg“, dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch.
Deswegen die Teufels-Kennzeichnung.
Radweg entlang der Schwarzen Elster.
Irgendwann hatte ich mich dann doch für einen anderen Weg zum nächsten Highlight entschieden. Weg von den tollen Radwegen, mal was anderes sehen, am Sonntag aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens kein Problem.

Im Bild der Wasserturm in Schwarzheide.
Auch fehlte mir noch mein Frühstückskaffee. Alle Verbrauchermärkte geschlossen, kein Bäcker weit und breit….aber es gibt ihn noch, den kleinen Kiosk an der Ecke. Ein Kommen und Gehen am Sonntagmorgen, ein kurzes Gespräch…und für mich einen Kaffee.
Wow, was für ein ästhetisches Industriedenkmal.

Es wird nicht zu Unrecht auch als Castel del Monte der Lausitz genannt (Stauferburg in Süditalien).

Meinen Gefährten 🚲vor der 22 m hohen Kulisse entdeckt?
Schon wieder muss (will) ich hoch.
Zweimal Glück. Heute ist Tag des offenen Denkmals, ansonsten wäre nicht geöffnet gewesen und ich war in der Mittagszeit der einzige Besucher. Und so war viel Zeit sich zu unterhalten, über Sigmund Jähn, über die Arbeit von Frauen in der DDR, über Energiepolitik. Glück auf, Bergmann Hertel.

Natürlich auch über dieses Relikt der Kohleveredelung.

In den 1950er wurde hier von 12.000 Arbeitskräften eine Kokerei aufgebaut; später waren 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die 24 Türme dienten der biologischen Abwasserreinigung.
Eine paar Kilometer weiter…
…erreiche ich wieder die Schwarze Elster…
…mit dem ‚Teufelsweg‘.
Das nächste Ziel naht. Nein, nicht die Sparkasse!
Das Braunkohlekraftwerk Plessa. Betriebszeit 1927 – 1992. Es soll das älteste erhalte derartige Kraftwerk der Welt sein.
Pech gehabt, für nur eine Person war keine Führung in das Innerste drin.
Dafür gab’s wieder ein tolles Quartier für die Nacht. Eigentlich wollte ich zelten, aber bei Fässern kann ich nicht widerstehen.

Campingpark Grünewalder Lauch,
Lauchhammer
https://maps.app.goo.gl/RH2bT35sqF8U8wGQ9
Türen mal anders. Mit Sprüchen. Nette Idee.
Natürlich gab es wieder ein Bad im See. Im Grünewalder Lauch. Lauch heißt im sorbischen eigentlich Wiese. Wiese > Tagebau > See, so auch hier.
Mit diesem Bild an gleicher Stelle verabschiede ich mich für heute.

Ein Tag noch, dann verlasse ich die Lausitz.

Ein Harzer, auch mal zwei, auf Reisen mit dem Fahrrad

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