Alle Beiträge von ludwig on tour

CO15 Baltrum

Warum hat es mich gerade nach Baltrum verschlagen? Eigentlich hatte ich schon aufgegeben, die Campingplätze an der Nordseeküste verwehren zz. Spontreisenden mit Zelt den Zugang (Corona) und für eine Übernachtung 110,–€ und mehr zu bezahlen, war ich nicht bereit.
Meine Schwiegertochter Tamara hatte genau zu diesem Zeitpunkt beim Onlinegottesdienst von der Sonnenhütte auf Baltrum gehört. Drei Tage später hatte ich mit Vollpension eingecheckt und auch…
…ein Zimmer mit Blick auf den Hafen und übers Wattenmeer bezogen. Um Wind und Regen brauchte ich mir keine Sorgen mehr machen.

Abendwanderung um den Nordteil der Insel

Der Insel-Kurpastor hat sich angeboten, mich auf der Tour, die er mir bei Tisch empfohlen hatte, zu begleiten. Danke auch an dieser Stelle für die angenehme Führung mit viel Liebe zu dieser ruhigen und naturnahen Insel.


Wattwanderung

Wattwanderung mit Führer vom Nationalparkhaus. Zunächst haben wir in den Salzwiesen…
…das ‚Grünzeug‘ verkostet. Queller mit seiner leicht salzigen Note hat mir am besten geschmeckt.
2 h und 6 km waren wie in den Weiten des Watts unterwegs. Beindruckend, die Tierwelt, die Schöpferische Kraft des stetigen Wandels zwischen Ebbe und Flut, der unterschiedliche Untergrund, das Waten durch die ablaufenden Priele.
Habe ich wieder sauber bekommen.

Küstenschutz

An der Südseite hat Baltrum über die Jahrhunderte große Fläche an des Meer bei Sturmfluten verloren und Norderney ist gewachsen. Mehrfach sind Kirchen untergegangen.
Heute schützen mächtige und solide Deiche.

Inselschule

Sonderregelung: Zwei Wochen weniger Sommerferien, dafür im Februar länger. Die Eltern haben im Sommer zu tun.

Transportwesen


Badestrand

Tradition seit einem Dreivierteljahrhundert, das morgendliche Strand- und Dünensingen.


Coronaregeln, nett gemacht.

Ab morgen geht es heimwärts.

CO14 Ostfriesland

Ostfriesland: Wiesmoor > Aurich > Neßmersiel > Fähre Ostfriesische Insel.

Vor dem Start habe ich Keno noch einmal zu seiner Kita ‚Sandmännchen‘ gebracht. Standesgemäß natürlich per Fahrrad.
Mein erstes Etappenziel ist Aurich (Der Name dieses Bootes).
Zunächst entlang des Großefehnkanals, der früher dem Torftransport diente, später…
…auch ein Stück entlang des Jade-Ems-Kanals.
Fahrradrouten sind zahlreich ausgeschildert.
Das Schloss in Aurich. Heute Sitz des Amtsgerichtes und des ‚Niedersächsischen Landesamtes für Bezüge und Versorgung‘.
Nettes Städtchen. Früher auch Sitz der Bezirksregierung.
Mit dem Wind im Rücken fliege ich der Nordseeküste entgegen.
Auch andere profitieren vom Wind. Hunderte, soweit das Auge reicht.
Wasserschloss Dorum. Leider ist keine Besichtigung möglich.
An der Küste angekommen, lasse ich mein Fahrrad stehen und peile gleich mal hinter den Deich: Drei der Ostfriesischen Inseln breiten sich vor mir aus, und ich erblicke auch ‚Neptuns Vorgarten‘.
In Neßmersiel warte ich drei Stunden auf die nächste Fähre zur kleinsten, bewohnten Ostfriesische Insel. Sie ist auch die Einzige die zu Fuß zu erreichen ist. Innerhalb von 2 1/2 h und mit einem erfahrenen Wattführer.
Bei auflaufendem Wasser kommt dann auch die Fähre. Abfahrt 18.30, Fahrzeit 35 Minuten.
An der Seehundkolonie vor der Nachbarinsel Norderney fahren wir dicht vorbei.
Mein Quartier für die nächsten beiden Tage.
Hier sind noch nie Autos gefahren, bis heute. Alle Verbrennungsmotoren sind verboten.

Man nehme sich eine Karre! Weit sind die Wege nicht.

CO13 Nach 1.000 km jetzt in Begleitung

Putjardingen > Friesland, Varel, Neuenburg > Ostfriesland, Wiesmoor. Drückende Schwüle bei 26°, Gegenwind.

Das südlich Friesland durchradele ich heute.
Schafe auf der Deichkrone vor dunklen Wolken. Gewitterschauer sind vorausgesagt.
Die Jade kurz vor der Mündung in den Jadebusen. Hinten ist der (die/das?) Siel zur Wasserregulierung ins Meer bzw. Hinterland zu erkennen.
Schloss Neuenburg, die Anfänge gehen auf das Jahr 1462 zurück.
Urwaldhof heißt diese Gaststätte. Da bin ich neugierig geworden.
Und tatsächlich, nicht weit entfernt beginnt der Weg in den Neuenburger Urwald.

Seit 1654 steht diese 660 ha große Fläche unter Schutz, unterbrochen nur von der dänischen Herrschaftszeit. 800 Jahre alte Eichen fühlen sich drinnen wohl.
Flaches Land, so wie man sich Friesland vorstellt.
Der erste Fehnkanal. Nach 1.000 km bin ich meinem Ziel in Wiesmoor nah.

Ich bin jetzt in Ostfriesland, Friesland liegt hinter mir.
Hier heißen Hotels wie der brennbare Hochprozentige.
Meine Begleitung. Keno und ich haben uns sechs Monate nicht sehen können. Corona – Prävention

Wie meine Reise weitergeht ist noch nicht klar. Da Kerstin eine Woche Verlängerung ihrer Reha bewilligt bekommen hat, stehen mir jetzt auch noch weitere Tage zur Verfügung.

Zunächst mache ich erstmal ein paar Tage Pause.

Übrigens, der vorhergesagte Regen kam heftig nieder, nachdem ich hier ein festes Dach über dem Kopf hatte. Glück gehabt.

CO12 Hinterm Deich

Hemmoor > Bremerhaven > Putjadingen. 30 ° und mehr.

Schwebefähre über die Oste. Technisches Denkmal bei Hemmoor.
Die 52 km nach Bremerhaven hatte ich schon um 11.00 Uhr abgespult. Dort ging es gleich auf…
…die Weserfähre nach Nordenham.
Mittagspause mit Aussicht auf das Containerterminal und…
…die Skyline Bremerhavens.
Wg. Corona stillgelegte Kreuzfahrtschiffe.
Schade, der Weg führt komplett um Putjardingen hinterm Deich entlang.
Ab und an bin ich mal hochgestiegen.

Ebbe im Deutschen Wattenmeer.
Riesige Salzgraswiesen oder…
…Schlick mit bestimmt ganz vielen Wattwürmern.
Wieder hinterm Deich.
Die letzten 2 km endlich mal direkt am Jadebusen entlang.
Die Saisoncampingplätze vorm Deich sind alle voll belegt. Zelten ist in diesem Jahr nicht erlaubt, Corona.

Deswegen bin ich hinterm Deich untergekommen.

GooogleMaps: Höpkens Campingplatz

Zum Sonnenuntergang hinter dem Jadebusen werde ich nachher noch einmal auf den Deich klettern.
Die heutige Strecke. 110 km.

Nachtrag: Das war er, der Sonnenuntergang über dem Jadebusen.

Normalerweise gibt es Gintonic als Sundowner, Jever im Holstenglas ist auch nicht zu verachten.

CO11 Zu Fuß, per Fahrrad oder mit Flaschen auf dem Rücken

Bad Bramstedt, Schleswig-Holstein > Elbüberquerung > Hemmoor,Niedersachsen. Sommerwetter.

Unterwegs in Richtung Elbe.
Eine einsame Kapelle im Wald.
Fingerhut in voller Pracht.
Am Fähranleger Glückstadt fahren die LKW von unten hoch: Niedrigwasser.
Die Elbe in ihrer ganzen Breite.
Eine Boje liegt auf dem Trockenen.

Die vier Fährschiffe waren extrem langsam unterwegs, damit auch immer ‚Eine Handbreit Wasser unter dem Kiel ist‘
Land’s End auf der anderen Seite in Niedersachsen. Wie wie vor 4 Jahren auf der Rückfahrt vom Nordkap kehre ich auch diesmal ein. Darauf hatte ich mich schon lange gefreut.


Dieser junge Mann nutz seine Ferien, um von Sylt nach Berchtesgaden zu wandern, 1.000 km.

Till, alles Gute für die Reise und das nette Gespräch. Du bist bei mir im Harz herzlich willkommen.
Sein Weg führt heute in Richtung Buxtehude, meiner noch 25 km weiter…
…zum beliebtesten Tauchspot Norddeutschlands in Hemmoor.
Von 1862 bis 1976 wurde im Tagebau Kreise gefördert und vor Ort zu Zement verarbeitet. 130 m war das Loch tief, welches im Anschluss mit Trümmern und Bauschutt bis auf 60 m verfüllt wurde.
An Spitzentagen sind bis zu 600 Taucher auf dem Gelände.
6 Einstiege, jede Menge Attraktionen unter Wasser sowie Campingplätze, Häuser und Wohnungen an Land. Eine beachtliche Infrastruktur wurde seit den 80er geschaffen.

GoogleMaps Kreidesee Hemmoor

Kreideseetaucher.de